DEIN BEZIRK BRAUCHT DICH!

+ + + Senat stoppt Bürgerbeghren + + + Wir kämpfen trotzdem weiter ! + + + Senat sto

Bitte lies in den News weiter !

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[Bis auf weiteres können keine Unterschriften eingereicht werden. Wir lassen diesen Text hier dennoch erst einmal stehen!]

Da wir auch nach jahrelangen Bemühungen mit unseren Belangen bei den Mitgliedern des Planungsausschusses Altona nicht auf Gehör gestoßen sind, haben wir dieses Bürgerbegehren gestartet.

Unterstütze uns: Unterschreibe und sammel mit!

Hier geht’s zum Download:

Unterschriftenliste Bahrio68 – AG Bürgerbegehren

Unterschriftsberechtigt sind alle Einwohner des Bezirks Altona, die zur Bezirksversammlung wahlberechtigt sind, das heißt alle Einwohner des Bezirks Altona, die mindestens 16 Jahre alt sind, die deutsche oder eine andere EU-Staatsangehörigkeit und den Hauptwohnsitz seit mindestens drei Monaten in Hamburg haben.

Unser Innenhof soll durch einen dreiteiligen Gebäudekomplex verdichtet werden. Dieser Neubau soll so hoch werden, wie die bereits bestehende Randbebauuung des Innenhofes. Angesichts der hohen Lärm- und Feinstaubbelastung im umliegenden Gebiet ist dies zu massiv!

Unser Quartier befindet sich am Rand des Gewerbegebietes (Gashandel, Aral-Tankstelle, etc.), an der Leverkusenstraße und Schützenstraße (zukünftige Zufahrten zum Diebsteichbahnhof) und direkt an der stark befahrenen Stresemannstraße.

Wir brauchen den Innenhof dringend als Entlastungsfläche!

Panel 1

WARUM EIN BÜRGERBEGEHREN?

Unsere Gründe im Einzelnen:

1. Hoch belastetes Gebiet

Der zu  Innenhof zwischen Stresemannstraße, Ruhrstraße, Leverkusenstraße und Schützenstraße liegt in einem höchst belasteten Gebiet.

Die bestehende Blockrandbebauung ist umgeben von dem Autobahnzubringer Stresemannstraße im Süden, der großen Araltankstelle im Westen, dem Gewerbegebiet mit hohen Emissionen im Norden und der kommenden Zufahrt zum neuen Diebsteichbahnhof im Osten.

Die Belastungen entstehen konkret durch:

  • Lärm im gesundheitsgefährdenden Bereich (!) nach allen vier Straßen hin.
  • Stickoxid- und Feinstaubbelastung im gesundheitsgefährdenden Bereich (!) vor allem zur Stresemannstraße hin, zukünftig auch zur Leverkusenstraße, wenn der Umbau des Bahnhofs Diebsteich beginnt.
  • Starke weitere Luftverschmutzungen durch das anliegende Gewerbe im Westen
    und Norden (Tankstelle, Gasbetrieb, Buntmetallgießerei, …).
  • Fehlende Naherholungsflächen im Umfeld.

Der Innenhof bietet aktuell mit seiner eingeschossigen Bebauung (mit einem kleineren wenn auch mehrgeschossigen Haus) und den Kleingärten der Anwohner/innen eine gute Möglichkeit für den Luftaustausch und zur Naherholung. Zudem ist in dem alten Baumbestand eine große Artenvielfalt ansässig, darunter etliche „besonders geschützte“ Vögel.

Die aktuelle Entscheidung, diese Entlastungsfläche zu zerstören, widerspricht sowohl
den historischen als auch den aktuellen Planungsvorgaben der Stadt Hamburg:

(1.1) Gustav Oelsner 1925/26
Als Gustav Oelsner 1925/26 dieses Viertel plante, war seine leitende Idee die hinreichende Besonnung und Belüftung der Wohnungen: „Vorherrschendes Prinzip wurde die Blockrandbebauung mit unbebauten Grünflächen im Inneren, um ‚Licht und Luft’ hereinzulassen“, „zur Beseitigung des Wohnungselends und zur Vorbeugung vor Seuchen und Infektionen“. (Michelis 2008, S. 100ff.)

(1. 2) Freiraumbedarfsanalyse der Stadt Hamburg 2012
Die Analyse führt für unser Viertel die schlechteste Kategorie der Freiraumversorgung und den höchsten Bedarf an zusätzlichen Freiraumflächen an:

„In den prioritären Handlungsräumen sind bestehende Freiräume aufzuwerten und neue Potentiale zu erschließen“.

(1. 3) Landschaftsprogramm Hamburg, Stand 27.1.2015
„Das Landschaftsprogramm ist neben dem Flächennutzungsplan maßgebliches
Steuerungsinstrument für bodennutzungsrelevante gesamthamburgische Belange.
Für die Politik und die Verwaltung ist das Landschaftsprogramm bindend.“
Unser Viertel liegt in Kategorien, die dringenden Bedarf anmelden und eine
„vordringliche Verbesserung der Freiraumversorgung“ einfordern. Die Entwicklungsziele sind konkret:

„Nutzung von Baulücken als ‚Westentaschenparks‘“,
„Umgestaltung von Blockinnenhöfen zu gemeinschaftlich nutzbaren Freiflächen“.
„Erhöhung des Grünvolumens im Rahmen grünplanerischer Maßnahmen,
Erhöhung der Vegetationsmasse zur Bindung und Filterung von Stäuben in
vorhandenen Grünflächen und in halböffentlichen wohnungsnahen Freiflächen“
„Vordringliche Berücksichtigung stadtklimatischer Kriterien im Rahmen von
Neuplanungen bzw. bei Änderungen im Bestand“
„Vorrangige Verbesserung der lufthygienischen Situation“

(1. 4) Wohnungsbauprogramm Hamburg, Stand 2017 (Teil II, Anhang S. 7.)
Das Wohnungsbauprogramm legt konkret für das Wohnen an Hauptverkehrsstraßen
wie der Stresemannstraße einen rückseitigen Ausgleich fest:

„Erhalt bzw. Neuanlage von Grünflächen in den ruhigen rückwärtigen
Bereichen“.

Wir fordern:

  • Deutliche Reduzierung der geplanten Baumasse um mindestens zwei Geschosse.
  • Erhalt des gesamten Baumbestands (der ohnehin nur an den Grundstücksgrenzen besteht).
  • Keine lärm- und abgasbelastende Tiefgaragenausfahrt im Inneren des Hofes.
  • Einhalten von größeren Abständen zur Bestandsbebauung und damit die
    Gewährleistung für Besonnung der kleinen Innenhofgärten.
  • Alternativvorschlag: Erhalt der eingeschossigen Gewerbeeinheiten, die eine
    Durchlüftung und Besonnung des gesamten Hofes ermöglichen und die in den Abendstunden und am Wochenende Ruhe gewährleisten.
  • Alternativvorschlag: Schaffung eines „Westentaschenparks“ bzw. „Neuanlage einer Grünfläche“ im Innenhof, wie es das Landschaftsprogramm 2015 bzw. Wohnungbauprogramm 2017 für unseren Standort fordern.

2. Bürger/innenbeteiligung
Bürger/innenbeteiligung wird in der Hamburger Lokalpolitik groß geschrieben – In der Praxis besteht diese Beteiligung jedoch lediglich in der Information der Bürger/innen über Vorhaben, die auch gegen gute Argumente und konkrete Bedürfnisse der betroffenen Bürger/innen umgesetzt werden.
Über mehr als drei Jahre haben wir uns mit konstruktiven Sachargumenten in die
Diskussion über das Bebauungsplanverfahren Bahrenfeld 68 eingebracht. Keine
unserer wesentlichen Forderungen (deutliche Reduzierung des massiven
Bauvorhabens z.B. bzgl. der Geschosshöhe) wurden im aktuellen Entwurf des
Bebauungsplanes Bahrenfeld 68 berücksichtigt. Vielmehr wurden die vom
Wohnungsbaukoordinator bezüglich Dichte und Höhe der Bebauung vorgegeben Ziele am 1. März 2017 vom Planungsausschuss beschlossen.
Im Verlauf der vorangegangenen Diskussionen im Planungsausschuss Altona hatten
uns alle Parteien (mit Ausnahme der Grünen) zugesichert, nur eine maßvolle
Nachverdichtung anzustreben und von der großen Massivität der bisherigen Pläne deutlich abzurücken.

Der Begriff der Bürger/innenbeteiligung darf kein leeres Versprechen sein,
sondern muss echte Beteiligung im Sinne von verbindlicher Mitbestimmung
der betroffenen Bürger/innen sein!

Panel 2

KONTAKT

Für weitere Informationen und bei Fragen füllt bitte das Kontaktformular aus. Wir melden uns schnellstmöglich bei euch. Vielen Dank!